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Ausstellung »Euthanasie im Landkreis Starnberg« im Landratsamt


Kreisarchivarin Dr. Friedrike Hellerer lenkt mit ihrer Ausstellung „Euthanasie im Landkreis Starnberg“, die bis Ende Mai im Obergeschoss des Landratsamtes, vor dem großen Sitzungssaal zu sehen ist, den Blick auf die Ermordung kranker und behinderter Menschen im Nationalsozialismus.

„Beim Gedenken an den Todesmarsch der KZ-Häftlinge von Dachau durch das Würmtal lohnt es sich den Blick auf die Anfänge dieser nationalsozialistischen Mordmaschinerie zu werfen. Erst in den letzten Jahren nahm die Wissenschaft die entsprechende Forschung in den Fokus. Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen im September 1939 begannen die systematischen Ermordungen. Die Vorgeschichte setzt aber weit früher an.“ Wissenschaftliche Diskussionen hatten sich schon Jahrzehnte zuvor damit auseinandergesetzt, ob die Menschheit in „Rassen“ eingeteilt und die „Reinheit der Rasse“ bewahrt werden sollte. Die Nationalsozialisten trieben diese „selektive Auslese“ mit dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ auf die Spitze und veranlassten die Zwangssterilisierung vermeintlich erbkranker Menschen - der Anfang der „Ausmerze“. Annähernd 300 Frauen und Männer erlitten im Landkreis Starnberg schwerste und schlimmste Eingriffe. Ca. 300 000 Psychiatriepatienten des Deutschen Reiches und der besetzten oder annektierten Gebiete wurden bis 1945 in mehreren Aktionen durch Vergasen, falsche Medikamentendosen oder unzureichende Ernährung ermordet. Die Ausstellung ´“Euthanasie“ im Landkreis Starnberg´ thematisiert einerseits die Entwicklungen, die zur Ermordung der Patienten von Heil- und Pflegeanstalten führte. Andererseits zeigen ausgewählte Biografien beispielhaft das Schicksal der fast 50 ermordeten Personen, die bisher für den Landkreis gefunden wurden. Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Wanderausstellung, die künftig auch in den Rathäusern und Schulen des Landkreises gezeigt werden soll.


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