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Solarkataster


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Aktuelle Presseinfos

04.11.2022

Globalstrahlungskarte zeigt Solarpotenzial auf dem eigenen Dach
Neuer Online-Service des Landratsamtes
Planungs- und Wirtschaftlichkeitsrechner für den Bereich Solarthermie

Ein Blick über die Dächer im Landkreis zeigt, es gibt noch viel Platz für Solaranlagen. Mit ... »  mehr


Was ist ein Solarkataster?

Das Solarkataster zeigt allen Bürger*innen die Potenziale der Erneuerbaren Energien durch die Nutzung der Sonnenenergie auf dem eigenen Dach im Landkreis Starnberg. Es liefert einen Überblick, welche Dach(teil)flächen genau und wie gut dafür geeignet sind.

Die Einsicht dieser Potenziale und weitere Analysen zum wirtschaftlichen und energetischen Ertrag können zur Nutzung erneuerbarer Energien ermuntern.

Im Solarkataster sind Ausrichtung, Neigung und Größe der Dach(teil)flächen ersichtlich. In Abhängigkeit dieser baubedingten Eigenschaften und der vorhandenen Strahlungsenergie der Sonne, unter Berücksichtigung vorhandener Verschattung, macht das Solarkataster das Potenzial für Photovoltaik für die Stromerzeugung und Solarthermie für die Warmwasserbereitung sichtbar. Es liefert eine erste Einschätzung zur Eignung der Dach(teil)flächen für die Installation einer Photovoltaik -oder Solarthermieanlage. Zudem enthält es für jede geeignete Fläche die maximal installierbare Leistung, den damit zu erzielenden Strom- und Wärmeertrag und die potentielle CO2-Einsparung.

Im Solarkataster integrierte Ertragsrechner erstellen mit den Daten des Solarkatasters - gekoppelt mit individuellen Eingaben zu Strom- und Energiebedarf sowie Nutzungsverhalten - eine Abschätzung zum energetischen sowie wirtschaftlichen Ertrag einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage.

Das Solarkataster dient der Erstinformation und dient anfänglichen Einschätzung. Es zeigt die vorhandenen Potenziale und kann zur Nutzung erneuerbarer Energien motivieren. Es ersetzt nicht die Vorort ausgeführte Feinplanung einer Fachfirma. Vor der Anschaffung einer Solaranlage sollte immer eine exakte Berechnung durch eine Fachfirma durchgeführt werden.


Solarkataster

Abbildung: Ansicht aus dem Solarkataster

Ziele eines Solarkatasters

Das Solarkataster soll Potenziale für die Nutzung Erneuerbarer Energien im Landkreis Starnberg sichtbar machen.

Solarkataster

Abbildung: Ansicht aus dem Solarkataster

Wie funktioniert ein Solarkataster? Technologie, Berechnungsgrundlagen und Analysen

Ausgangssituation/Aufgabenstellung

Der Landkreis Starnberg möchte seine Bürger*innen über die vorhandenen Potenziale zur Nutzung solarer Strahlungsenergie für die Gewinnung von Strom und Wärme informieren und hat daher ein Solarkataster eingerichtet. Das Solarkataster wird, synchron mit den Updates der für die Berechnung des Solarkataster nötigen Geobasisdaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung, alle zwei Jahre aktualisiert.

Das Solarkataster umfasst das Gebiet des Landkreises Starnberg mit einer Fläche von ca. 488 km² mit etwa 136.600 Einwohnern und ca. 90.500 Gebäuden.

Solarkataster-Anwendung

Die Analyse und Berechnung der Daten zum Solarkataster wird von einem externen Dienstleister vorgenommen. Die Daten der berechneten Solarpotentiale sind in der zentralen Geodatenbank des Geographischen Landkreisinformationssystems (GeoLIS) eingestellt. Zwei Bausteine bilden als Einheit zusammen die Anwendung Solarkataster: die vom GeoLIS bereitgestellte Kartenanwendung, welche mit Ertragsrechnern gekoppelt ist.

Datengrundlage

Die Analyse der Solarpotenziale beruht auf dem in Bayern verfügbaren Digitalen Oberflächenmodell (DOM40) der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Das DOM40 hat eine Gitterweite von 40 cm und bildet mit dieser Auflösung die Erdoberfläche mit den darauf befindlichen Objekten wie Gebäude und Vegetation genau ab.

Das DOM40 wird aus Stereoluftbildern der Bayernbefliegung abgeleitet. Die Stereoluftbilder haben eine Bodenauflösung von 20 cm und eine Längsüberlappung von 80% sowie Querüberlappung von 50%. Durch die Überlappungen werden die Höhen über NN abgeleitet. Die Qualität von Luftbildern ist maßgeblich auch vom Befliegungszeitpunkt abhängig. Je tiefer die Sonne bei der Erfassung steht, desto mehr Schatten wird im Luftbild aufgenommen. Diese Ausprägung hat auch Einfluss auf die nachgelagerte Höhendatenableitung aus den Stereoluftbildern. Insbesondere für nördlich ausgerichtete Dachteilflächen oder sonstige verschattete Flächen kann die Ausrichtung und Neigung, die für die Ableitung der homogenen Dachteilflächen notwendig ist, schwanken. Um diese Schwäche auszugleichen, wird ein gesondertes Verfahren eingesetzt, welches die homogenen Dachteilflächen genauer ableiten lässt.

Mit der Aktualisierung der Luftbilder im Zyklus der Bayernbefliegung alle zwei Jahre, stehen automatisch im gleichen Intervall aktuelle DOM40-Daten zur Verfügung. Dieser Rhythmus sichert die Aktualität des Solarkatasters des Landratsamtes Starnberg.

Die Gebäudegrundrisse aus dem amtlichen Liegenschaftskataster (ALKIS) werden für die Lokalisierung der Dachflächen verwendet. Diese Geobasisdaten beinhalten die amtlich eingemessenen Außenmauern der Gebäude. Aus diesem Grund sind z.B. Dachüberstände nicht berücksichtigt.

Bautechnische Faktoren, wie der Zustand und die Statik des Daches bzw. Gebäudes, kann das Solarkataster nicht erfassen. So sind plan eingefasste Dachfenster in der Analyse nicht berücksichtigt. Solche und andere bautechnische Faktoren sind durch eine Fachfirma vor Ort zu prüfen.

Dach(teil)flächen

Zur Analyse des möglichen Energieertrags werden zunächst alle Dachflächen in homogene Teilflächen zerlegt.

Eine homogene Teilfläche verfügt jeweils über eine einheitliche Neigung und Ausrichtung und ist damit gleichermaßen mit Solarmodulen belegbar. Störelemente werden dabei ausfindig gemacht und separiert. Über das anzuwendende Verfahren auf Grundlage von Neigungs- und Ausrichtungswerten werden auch Schornsteine, Gauben und andere Dachstrukturen berücksichtigt. Dies ermöglicht die differenzierte Berechnung der Einstrahlung pro homogener Teilfläche.

Einstrahlungs- und Verschattungsanalyse

Mit einer Einstrahlungs- und Verschattungsanalyse werden die solare Einstrahlung (Globalstrahlung) und deren Anteil direkter und diffuser Strahlung ermittelt, sowie der prozentuale Anteil der Verschattung errechnet. Die solare Einstrahlung ist ausschlaggebend für die Wirtschaftlichkeit der solaren Nutzung. Über Ganzjahres-Einstrahlungsanalysen, berechnet über den Sonnenstand über den Tag und das Jahr unter detaillierter Berücksichtigung von Strahlungsminderungen durch räumlich und zeitlich wechselnde Verschattungseffekte durch Gebäude, Gelände und Vegetation, ist es möglich, die solare Einstrahlung zu ermitteln. Eine auf die Heizperiode bezogene Einstrahlungsanalyse ermittelt die Summe der solar nutzbaren Strahlung für die Monate Oktober bis April.

Solarkataster

Abbildung: Für solare Energie vorhandene mittlere Globalstrahlung (Einstrahlungs- und Verschattungsanalyse) auf den Dachflächen des Landratsamtes Starnberg.

Der Einstrahlungsalgorithmus wird anhand von örtlichen Strahlungsdaten an lokale Verhältnisse kalibriert. Dazu wird der Globalstrahlungswert vom Deutschen Wetterdienst im 30-jährigen Mittel verwendet. Die mittlere Jahressumme der Globalstrahlung für den Zeitraum 1991 bis 2020 liegt in Deutschland zwischen 975 und 1.259 kWh/m². Das deutschlandweite Mittel beträgt 1.086 kWh/m². Die niedrigsten Werte befinden sich im Raum Hamburg, im Harz und im Sauerland. Die höchsten Werte liegen im Alpenvorland, in den Alpen und im südlichen Oberrhein-Tiefland (Quelle DWD).

Die mittlere Jahressumme der Globalstrahlung für den Zeitraum von 1991 bis 2020 liegt für Starnberg bei 1.206 kWh/m² und weist damit eine im deutschlandweiten Vergleich besonders günstige Ausgangslage für das solare Potential auf.


Solarkataster

Abbildung: 30-jähriges Mittel der Globalstrahlung für den Zeitraum 1991 bis 2020


Verschattung von mehr als 20 Prozent

Flächen mit einer Verschattung von mehr als 20 Prozent werden bei weiteren Berechnungen nicht berücksichtigt und aus dem Datensatz entfernt, da bei einer direkten Sonneneinstrahlung die Solarmodule zu häufig/stark verschattet wären. Beispielsweise können umgebende Bäume die Gebäudedächer über das Jahr verschatten.

Photovoltaik

Das Solarkataster klassifiziert die Eignung der Dach(teil)flächen für Photovoltaikanlagen in geeignet und ungeeignet. Geeignete Dach(teil)flächen besitzen eine nutzbare Energie von mindestens 650 kWh pro kWp und eine Brutto-Dachflächengröße (3D Fläche) von mindestens 5 m². Es ist mindestens ein Modul installierbar.

Klassifizierung der Eignung:

geeignet 
geeignet: nutzbare Energie ≥ 650 kWh/kWp und geeignete Dachfläche ≥ 5 m² und Anzahl der installierbaren Module > 1


ungeeignet
ungeeignet: nutzbare Energie < 650 kWh/kWp und/oder geeignete Dachfläche ≥ 5 m² und/oder Anzahl der installierbaren Module = 0


Für geeignete Dach(teil)flächen ist der potentielle Stromertrag in kWh/a, das CO2-Einsparpotential in kg/a und die maximal installierbare Leistung in kWp ausgewiesen.


Wirkungsgrad

Für die Berechnung des potentiellen Stromertrags und der installierbaren Leistung wird ein Wirkungsgrad von 19,5 Prozent zu Grunde gelegt. Das entspricht einen aktuellen Stand der Technik von 320 W-Modulen. 

Aufständerung

Bei Flachdächern wird eine Aufständerung auf 30 ° Süd zu Grunde gelegt. Bei der Aufständerung auf einer horizontalen Fläche von 30° Süd liegt das Verhältnis der Modulfläche zur eigentlichen Größe des Flachdaches bei 40 Prozent und von 10° Ost/West bei 80 Prozent.

kW-Leistung

Für die Kilowatt-Leistung werden bei einer Anlage mit einem Wirkungsgrad von 19,5 Prozent 5,13 m² pro kWp zu Grunde gelegt.

CO2-Einsparung

Die Berechnung der CO2-Einsparung erfolgt nach dem CO2-Äquivalent im bundesdeutschen Durschnitt von 2018 (Quelle: Umweltbundesamt) von 0,471 kg/kWh und berücksichtigt einen Abzug produktionsbedingter CO2-Emissionen für Photovoltaikanlagen von 0,061 kg/kWh (Quelle: IINAS 2017).

Performance Ratio

Die Performance Ratio beschreibt das Verhältnis von Wechselstromertrag und nominalem Generatorgleichstromertrag. In der Berechnung wird ein Wert von 0,8 angenommen.

(Vertiefende Info weglassen weil Mindestflächengröße in der Eignungsklassifizierung bereits erwähnt: Modulbelegung

Die Mindest-Modulflächengröße für die Potenzialberechnung beträgt 5 m². Bei einer Aufständerung ist der Abschlag bereits eingerechnet. Die Mindestanzahl der Module, die auf eine Dach(teil)fläche passen, liegt bei 1. Für die Berechnung der Modulbelegung wird die Größe von Standardmodulen (1,7 m x 1,02 m) herangezogen. Es wird sowohl die horizontale als auch die vertikale Belegung geprüft und dann die höhere Anzahl an Modulen eingetragen.)

Solarthermie

Das Solarkataster klassifiziert die Eignung der Dach(teil)flächen für Solarthermieanlagen in geeignet und ungeeignet. Geeignete Dach(teil)flächen besitzen eine potentielle jährliche Wärmemenge von mindestens 350 kWh/m² und eine geeignete Dachfläche von mindestens 5 m². 

Klassifizierung der Eignung Solarthermie:

geeignet
geeignet: pot. jährl. Wärmemenge ≥ 350 kWh/m² und geeig. Dachfl. ≥ 5 m²

ungeeignet
ungeeignet: potentielle jährliche Wärmemenge < 350 kWh/m² und/oder geeig. Dachfl. < 5 m²


Über die grundsätzliche Eignung für Solarthermie ist zusätzlich die Eignung zur Heizungsunterstützung angegeben. Die Eignung ist auch hier zweistufig in geeignet und ungeeignet klassifiziert. Geeignete Dach(teil)flächen besitzen eine potentielle jährliche Wärmemenge von mindestens 165 kWh/m² und eine geeignete Dachfläche von mindestens 5 m². 



Klassifizierung der Eignung Heizungsunterstützung:

geeignet

geeignet: potentielle jährliche Wärmemenge ≥ 165 kWh/m² und geeig. Dachfl. ≥ 5 m²

ungeeignet
ungeeignet: potentielle jährliche Wärmemenge < 165 kWh/m² und/oder geeig. Dachfl. < 5 m²


Für geeignete Dach(teil)flächen (Solarthermie und Heizungsunterstützung) ist die potentielle jährliche Wärmemenge in kWh/m², der potentielle jährliche Wärmeertrag in kWh und das jährliche CO2-Einsparpotential in kg ausgewiesen.


Wirkungsgrad

Bzgl. der Kollektoreffizienz wird angenommen, dass 50 % der auftreffenden Solarstrahlung in Wärme umgewandelt werden können. Dies entspricht dem Wirkungsgrad eines Flachkollektors.

CO2-Einsparung

Die Angabe der möglichen CO2-Einsparung wird gegenüber dem Energieträger Erdgas ermittelt. Je kWh Erdgas werden 0,25 kg CO2 freigesetzt. So wird durch Verwendung von Solarwärme je kWh abzüglich der produktionsbedingten CO2-Emissionen eines Flachkollektors 0,228 kg CO2 eingespart (Quelle: GEMIS 4.95 (vgl. INAS 2017).

FAQ - häufige Fragen und Antworten zum Solarkataster

Welche Maßeinheiten werden im Solarkataster verwendet ?

Die Werte in den vorliegenden Solarpotenzialanalysen und Ertragsrechnern basieren auf folgenden physikalischen Einheiten:

  • W (Watt): Maß für die Energieleistung
    Das Watt ist eine abgeleitete Einheit für den Energieumsatz pro Zeitspanne.
  • kW (Kilowatt): 1 kW = 1.000 W
  • Wh (Wattstunde): Maß für den Energieertrag
    Die Wattstunde ist eine Maßeinheit der Energie, welche ein System mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt.
  • kWh (Kilowattstunde): 1 kWh = 1.000 Wh
  • kWp (Kilowattpeak): Maß für die Leistung von Photovoltaik
    Es gibt an, welche Höchstleistung in Kilowatt (kW) eine Photovoltaikanlage erbringen kann.
  • kWh/kWp (Kilowattstunden pro Kilowattpeak): Produzierte elektrische Energie innerhalb eines Jahres pro kWp-Photovoltaik

Was ist ein kWp oder Wp?

Bei der Beschreibung der Größe einer Photovoltaik-Anlage wird häufig von Kilowattpeak (kWp) gesprochen. Damit wird die Spitzenleistung der Anlage beschrieben, die diese unter Standardbedingungen erzielen kann. Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus der Leistungseinheit kW und dem englischem Wort „peak“ für Spitze. Häufig spricht man auch von der Nennleistung der gesamten PV-Anlage. Die Nennleistung der einzelnen Solarmodule, aus denen die Anlage besteht, wird in der kleineren Einheit Wp (Wattpeak) definiert.

Da Solarmodule bzw. Solargeneratoren Gleichstrom produzieren, entspricht die Peak-Leistungsangabe technologisch bedingt einer Gleichstromleistung.
Als Standardbedingungen gelten die klimatischen Bedingungen bzw. Voraussetzungen, die zur Festlegung der Nennleistung eines Solarmoduls im Testlabor dienen – im Englischen standard test conditions (STC). Diese werden folgendermaßen definiert:

  • Solarstrahlung: 1.000 W/m²
  • Modultemperatur: 25 °C
  • Luftmasse (Lichtspektrum des Sonnensimulators): 1,5


Die oben aufgeführten Normbedingungen liegen während des alltäglichen Betriebes einer PV-Anlage quasi nie gleichzeitig vor. Dies führt dazu, dass die normierte Leistung der Solarmodule im Feld nur sehr selten erreicht wird. Zwar sind Bestrahlungsstärken von 1.000 W/m² an einem schönen Sommertag in der Mittagszeit durchaus möglich, allerdings liegen dabei die Modultemperaturen durchwegs auf höherem Niveau, was zu einer Reduktion der Modulleistung führt. Bei extremen Wetterverhältnissen, das heißt kurzzeitig sehr hoher Einstrahlung und kühlen Solarmodulen kann die abgegebene elektrische Leistung der PV-Module auch oberhalb ihrer Nennleistung liegen.

Um die Erträge unterschiedlich großer PV-Anlagen miteinander vergleichen zu können, wird die produzierte Energiemenge innerhalb eines Jahres in kWh in Bezug zu der installierten Leistung (kWp) gesetzt. Diese Angabe hat sich zum Standard entwickelt.

Wie hoch ist der durchschnittliche Stromverbrauch einer 4-köpfigen Familie? Wie groß müsste dabei eine Photovoltaik-Anlage sein, um den entsprechenden Stromverbrauch zu decken und welche C02-Einsparung würde erreicht?

Kohlenstoffdioxid oder Kohlendioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. Es ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Kohlenstoffzyklus und als natürlicher Bestandteil der Luft ein Treibhausgas in der Erdatmosphäre, welches es u.a. durch die Nutzung von Solarenergie einzusparen gilt.

Eine 4-köpfige Familie verbraucht im Jahr etwa 4.500 kWh. Das liefert in etwa eine 5,3 kWp Anlage auf einem optimalen Standort. Eine Photovoltaik-Anlage auf einem optimalen Standort mit rund 36 m² Fläche kann diese Leistung produzieren. Die Erzeugung von 4.500 kWh Photovoltaik-Strom bedeutet eine Einsparung von etwa 3.300 kg C02. Das ist in etwa die Menge, die ein Kleinwagen bei einer Distanz von 24.000 km verbraucht.

Aufgrund tages- und jahreszeitlicher Schwankungen der Sonneneinstrahlung auf die Photovoltaik-Anlage und davon abweichenden Stromverbrauchszeiten im Haushalt, ist es real nicht möglich, den gesamten Photovoltaik-Strom für den Eigenverbrauch direkt zu nutzen. Mit entsprechend angepassten Verbrauchsverhalten (z.B. Spülmaschine und Waschmaschine möglichst tagsüber bei Sonnenschein nutzen) lassen sich ca. 20 – 30% des Photovoltaik-Stroms direkt nutzen. Um diesen Anteil zu steigern, sind zusätzliche Speichermedien (Batterien), die auch von der Bayerischen Staatsregierung in der Anschaffung gefördert werden, sinnvoll.

Lohnt sich die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auch noch trotz weiterer Absenkung der Einspeisevergütung?

Eindeutig ja. Hohe Renditen sind auch weiterhin möglich. Die Wirtschaftlichkeit steigt mit dem Anteil an Photovoltaik-Strom, der selbst im eigenen Haushalt genutzt wird und je stärker der Stromeinkaufspreis steigt. Damit ist es sinnvoll, einen möglichst hohen Anteil des produzierten Stroms selbst zu verbrauchen.

Wie sieht die Preisentwicklung bei Solarmodulen und herkömmlichem Strom aus?

Photovoltaik-Anlagen rechnen sich nicht zuletzt durch kontinuierlich sinkende Anlagenpreise und permanent steigende Preise herkömmlichen Stroms.

Löschen von Photovoltaik-Anlagen bei einem Brand

In der Anfangszeit der Photovoltaikanlagen entstanden viele Unsicherheiten, wie bei einem Brand vorzugehen ist. Mittlerweile sind Feuerwehren bundesweit gut geschult und wissen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Der Bundesverband Solarwirtschaft hat gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband Schulungsunterlagen für Einsatzkräfte und Installateure erzeugt. Eine entsprechende Broschüre kann hier heruntergeladen werden:

www.feuerwehrverband.de/photovoltaik.html

Warum werden manche Adressen bei der Adresssuche nicht gefunden?

Für die angebotene Adresssuche werden Hauskoordinaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung verwendet. Diese Daten werden im Geographischen Landkreis Informationssystem Starnberg (GeoLIS) jährlich aktualisiert. Daher kann es sein, dass diese nicht immer dem aktuellen Stand entsprechen bzw. einzelne Adressdaten (gerade bei Neubauten) noch nicht aufgenommen wurden.

Nebengebäude verfügen in der Regel über keine eigene Hauskoordinate und besitzen im Solarkataster daher keine Adresse.

Wie kommt es zu Dächern, die nicht oder nicht exakt berechnet wurden?

Im vorliegenden Solarkataster sind geeignete und ungeeignete Dachteilflächen dargestellt.

Klassifizierung der Eignung:

geeignet 
geeignet: nutzbare Energie ≥ 650 kWh/kWp und geeignete Dachfläche ≥ 5 m² und Anzahl der installierbaren Module > 1


ungeeignet
ungeeignet: nutzbare Energie < 650 kWh/kWp und/oder geeignete Dachfläche ≥ 5 m² und/oder Anzahl der installierbaren Module = 0


Für geeignete Dach(teil)flächen ist der potentielle Stromertrag in kWh/a, das CO2-Einsparpotential in kg/a und die maximal installierbare Leistung in kWp ausgewiesen.

Ist ein Dach als ungeeignet klassifiziert, können Gründe dafür eine zu starke Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude sein oder die Dachteilfläche ist aufgrund von Aufbauten zu klein oder die vorhandenen Geobasisdaten/Grundlagendaten sind an dieser Stelle unzureichend und es konnten keine eindeutigen Aussagen getroffen werden.

Außerdem ist zu beachten: Zur Lokalisierung der Gebäude wurden die Gebäudeumringe aus dem Liegenschaftskataster verwendet. Die Gebäudeumringe geben die Außenmauern des Hauses an. Dachüberstände oder ähnliche für Solaranlagen evtl. geeignete Gebäudestrukturen sind darin nicht berücksichtigt. Die Gebäudezuwächse können naturgemäß nicht analysiert werden und mussten nachträglich aus den Analyse-Datenbeständen entfernt werden.

Um Datenschutzanforderungen gerecht zu werden, können einzelne Gebäude gezielt ausgeblendet werden.
Es besteht also die Möglichkeit, dass Grundstückseigentümer der Eignungsdarstellung ihrer Gebäude im Solarkataster widersprechen und das Gebäude nicht gekennzeichnet wird.

Mein Gebäude fehlt im Kataster - wie kann ich trotzdem den Ertragsrechner nutzen ?

Unser Solarpotenzialkataster wird alle zwei Jahre neu berechnet. Zwischenzeitlich errichtete Gebäude können demnach in den Analysen fehlen. Geplante Gebäude fehlen natürlich auch.

Sollten Sie also Ihr Gebäude nicht in unserem Solarkataster vorfinden, können Sie für den Ertragsrechner Photovoltaik die notwendigen Werte selbst eingeben. Das dient zumindest einer guten Abschätzung. Bitte beachten Sie dabei folgende Eingabebedingungen:

  • Dachfläche [m²]:
    Fläche der zu betrachtenden Dachteilfläche (= geeignete Modulfläche) in Quadratmeter

  • Dachneigung [°]:
    Neigungswinkel der Dachteilfläche zu Horizontalen in Grad (0° = flach; 90° = senkrecht)

  • Dachausrichtung [°]:
    Winkel der geneigten Dachteilfläche im Uhrzeigersinn (0° = Norden; 90° = Osten; 180° = Süden; 270° = Westen)

  • Gesamtstrahlung [kWh/m²*Jahr]:
    Diesen Wert (= nutzbare Einstrahlung) entnehmen Sie bitte einem vergleichbaren Dach eines Nachbargebäudes oder dem Farbwert der mittleren Globalstrahlung in unserer Kartenanwendung (vgl. Legende).

Was ist die Datengrundlage für das Solarkataster ?

Die Analyse der Solarpotenziale beruht auf dem in Bayern verfügbaren Digitalen Oberflächenmodell (DOM40) der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Das DOM40 hat eine Gitterweite von 40 cm und bildet mit dieser Auflösung die Erdoberfläche mit den darauf befindlichen Objekten wie Gebäude und Vegetation genau ab.

Das DOM40 wird aus Stereoluftbildern der Bayernbefliegung abgeleitet. Die Stereoluftbilder haben eine Bodenauflösung von 20 cm und eine Längsüberlappung von 80% sowie Querüberlappung von 50%. Durch die Überlappungen werden die Höhen über NN abgeleitet. Die Qualität von Luftbildern ist maßgeblich auch vom Befliegungszeitpunkt abhängig. Je tiefer die Sonne bei der Erfassung steht, desto mehr Schatten wird im Luftbild aufgenommen. Diese Ausprägung hat auch Einfluss auf die nachgelagerte Höhendatenableitung aus den Stereoluftbildern. Insbesondere für nördlich ausgerichtete Dachteilflächen oder sonstige verschattete Flächen kann die Ausrichtung und Neigung, die für die Ableitung der homogenen Dachteilflächen notwendig ist, schwanken. Um diese Schwäche auszugleichen, wird ein gesondertes Verfahren eingesetzt, welches die homogenen Dachteilflächen genauer ableiten lässt.

Mit der Aktualisierung der Luftbilder im Zyklus der Bayernbefliegung alle zwei Jahre, stehen automatisch im gleichen Intervall aktuelle DOM40-Daten zur Verfügung. Dieser Rhythmus sichert die Aktualität des Solarkatasters des Landratsamtes Starnberg.

Die Gebäudegrundrisse aus dem amtlichen Liegenschaftskataster (ALKIS) werden für die Lokalisierung der Dachflächen verwendet. Diese Geobasisdaten beinhalten die amtlich eingemessenen Außenmauern der Gebäude. Aus diesem Grund sind z.B. Dachüberstände nicht berücksichtigt.

Bautechnische Faktoren, wie der Zustand und die Statik des Daches bzw. Gebäudes, kann das Solarkataster nicht erfassen. So sind plan eingefasste Dachfenster in der Analyse nicht berücksichtigt. Solche und andere bautechnische Faktoren sind durch eine Fachfirma vor Ort zu prüfen.

Wie oft werden die Solapotenzialanalysen aktualisiert?

Die Solarpotenzialanalyse wird alle zwei Jahre für den jeweils vorhandenen Gebäudebestand (Stichtag der Datenausspielung durch die Bayerische Vermessungsverwaltung) aktualisiert. Die zugrundeliegenden Luftbilder werden für den Landkreis Starnberg alle zwei Jahre beflogen und für die Berechnung des Digitalen Oberflächenmodells DOM40 herangezogen. Anschließend können daraus die neuen Solarpotenziale berechnet werden. In der Praxis wird also immer im Folgejahr der jeweiligen Befliegung ein Update unserer Daten zu erwarten sein.

Der letzte Stand der Datenaktualisierung ist: August 2022

Datenschutzhinweise und Ihr Widerspruchsrecht

Die fachlichen Daten des Solarkatasters werden in anonymisierter Form verarbeitet und sind nicht personenbezogen bzw. nicht personenbeziehbar im Internet präsentiert.
Sollten für Sie als Eigentümer oder Erbbauberechtigter Bedenken gegen die Veröffentlichung der Informationen zum Solarpotenzial Ihres Gebäudes haben, können Sie dies mit diesem Formular an uns übermitteln.
Ihre Einwände werden geprüft und die entsprechenden Daten der Solarpotenzialanalysen ggf. aus der Internetdarstellung entfernt.

Allgemeine Datenschutzerklärung des Landratsamtes Starnberg


Zuständige Stelle

Geo-Service
Stabsfunktion 1.4

Strandbadstraße 2
82319 Starnberg

08151 148-77815 (Geo-Service Zentrale Rufnummer)
08151 148-11815
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Mi. 7.30 Uhr bis 14.00 Uhr
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Der BürgerService öffnet abweichend von den o.g. Öffnungszeiten morgens bereits ab 7.00 Uhr.

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Bitte bringen Sie die ausgedruckte oder digitale Terminbestätigung mit.
Zu allen persönlichen Terminen empfehlen wir eine Maske zu tragen und ausreichend Abstand zu halten.

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