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Energie

Klimapakt: 11 Gemeinden und der Landkreis sind dabei!

Zehn Jahre nach dem Energiewendebeschluss (2005)  wollte sich der Landkreis Starnberg seiner Ziele und Absichten vergewissern und Mittel und Maßnahmen auf den Prüfstand stellen. In einer Energiewende- und Klimaschutzwerkstatt am 13. November 2015 haben sich politische Verantwortliche und andere relevante Akteure intensiv mit dem weiteren Vorgehen im Landkreis auseinandergesetzt. 

Am KlimaschutzEnde der Werkstatt haben die Teilnehmer eine Klima-Pakt einstimmig beschossen, um dem Klimaschutz und der Einergiewende eine neue Dynamik zu verleihen. Diese Klimapakt wird flankiert von einem Maßnahmenkatalog mit ausgewählten 44 Projektideen, die mit unterschiedlichen Kooperationspartnern umgesetzt werden können. Jetzt sind Verantwortliche auf Kreis- und Gemeindeebene sowie viele andere gesellschaftliche Gremien, Gewerbe und Unternehmen, die Kirchen, aber auch Bürgerinnen und Bürger gefordert, sich diesem Klimapakt anzuschließen. Der Klimapakt ist eine einmalige und hervorragende Chance, für mehr Verbindlichkeit und Breitenwirkung im Klimaschutz zu sorgen.

Klimaschutz aus dem Katalog

44 Projektvorschläge aus insgesamt 88 Ideen von der Klimaschutz-Werkstatt sind von der Landkreis-Verwaltung sortiert und zu einem umfangreichen „Katalog“ mit umsetzungsreifen Steckbriefen ausgearbeitet worden. In dem 50 Seiten umfassenden Maßnahmenkatalog finden sich Vorschläge zu Wärme, Strom und Verkehr ebenso wie weiter reichende Vorschläge struktureller Art und zu Konsum und Lebensstilen. Letzteres trägt der zunehmenden Erkenntnis Rechnung, dass allein mit technologischen Innovationen und der Ingenieurskunst die Lösung der globalen Energie- und Ressourcenfragen und der Klimaschutz nicht gelingen kann.  Klimapakt mit Maßnahmenkatalog [PDF: 885 KB]  (50 Seiten)

Vorgehensweise  zur Auswahl der Projektideen
  • Die Kommune berät in den jeweiligen Gremien einen möglichen Beitritt zum Klimapakt. Sie verpflichtet sich drei Maßnahmen jährlich zu beginnen bzw. umzusetzen.
  • Es besteht die Möglichkeit, die Liste durch eigene Ideen zu erweitern.
  • Die Stabsstellen Umwelt, Energie und Klimaschutz und Verkehrsmanagement am Landratsamt stehen den Gemeinden beratend und unterstützend zur Verfügung.

Hier geht's zum Fragebogen für die Gemeinden: Abfrage Klimapakt Kommunen 2/2017 [Microsoft-DOCX: 112 KB]

Neuer Schwung für die Energiewende

Es trifft sich gut, dass der Klimapakt des Landkreises fast zeitgleich mit dem historischen Durchbruch in Paris für ein weltweites Klimaabkommen im Dezember 2015 beschlossen worden ist. So wie das Pariser Abkommen eher Moralcharakter hat als völkerrechtliche Verbindlichkeiten beinhaltet, so will der Klimapakt auch motivieren zu einer Selbstverpflichtung in Form der Umsetzung von mindestens drei Aktivitäten jährlich. Der Klimapakt richtet sich in erster Linie an Kommunen und Landkreis, lässt sich aber genauso von Unternehmen, Verbänden, Religionsgemeinschaften, Bildungseinrichtungen und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürger modifiziert anwenden und umsetzen. „Der Klimapakt und seine Maßnahmenvorschläge soll in nächster Zeit in den Gemeinderäten und natürlich auch im Kreistag diskutiert werden. Ich hoffe, dass so wieder neuer Schwung und neue Ideen in den Energiewende-Prozess im Landkreis kommen“ sagte Landrat Karl Roth am Rande der Energiepreisverleihung am 21. Januar, bei der der Klimapakt samt Katalog vorgestellt worden ist.

Wer ist dem Klimapakt bereits beigetreten?
  • Gemeinde Seefeld (19.01.2016
  • Gemeinde Weßling (24.02.2016)
  • Gemeinde Gauting (23.02.2016)
  • Gemeinde Krailling (08.03.2016)
  • Landkreis Starnberg (14.03.2016)
  • Gemeinde Gilching (15.03.2016)
  • Gemeinde Andechs (20.04.2016)
  • Stadt Starnberg (25.04.2016)
  • Gemeinde Inning (10.05.2016)
  • Gemeinde Wörthsee (11.05.2016)
  • Gemeinde Feldafing (19.07.2016)
  • Gemeinde Pöcking (21.07.2016)
  • AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU (Dezember 2016)
  • Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg mbH (Juli 2017)
Und das setzt der Landkreis um

Folgende Maßnahmen soll die Landkreis-Verwaltung im Jahr 2016 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und Kapazitäten umsetzen bzw. mit der Realisierung beginnen:

  • Strukturen für effizienten Klimaschutz schaffen (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.2); insbesondere ist anzustreben, Klima- und Ressourcenschutz als Querschnittsaufgabe sichtbar und wirksam in allen Beteiligungsgesellschaften des Landkreises festzuschreiben. …
  • Schulung Mitarbeitermotivation im Landratsamt (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.8)
  • Werbekampagne „E-Zweitwagen“ (Mobilität 2.2.4.3)

 Zudem soll 2016 eine „Imagekampagne Klimaschutz“ (Strukturelle Maßnahme 2.2.1.10) für den ganzen Landkreis initiiert und über mehrere Jahre fortgeführt werden.

 Im Jahr 2017 sollen nach derzeitigem Stand folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Mitmachaktion und Wettbewerb „Selbstversuch“ (Konsum & Lebensstil 2.2.5.3.) flankierend zur Imagekampagne
  • Solaroffensive für den Landkreis mit einem Paket aus folgenden Maßnahmen (:
    • Prüfung und ggf. Erstellung eines Solarpotential-Dach-Katasters (Strom 2.2.3.3., Marketing dafür ist in Imagekampagne zu integrieren))
    • Prüfung und ggf. Bau von PV-Anlagen auf geeigneten Dächern (Strom 2.2.3.4.)
    • Freiflächen-Photovoltaik-Kataster im Landkreis entwickeln (Strom 2.2.3.5.)
    • Stromspeicher-Systeme fördern (Strom 2.2.3.6.)
  • Ausbau der öffentlichen E-Mobilitäts-Ladeinfrastruktur (Mobilität 2.2.4.2.) 

Für das Jahr 2018 ist nach derzeitigem Stand geplant folgende Maßnahmen umzusetzen:

  • Neue Offensive „Klimaschutz in Schulen“: (Mobilität 2.2.4.4., Konsum & Lebensstil 2.2.5.1-2.2.5.3)
  • Energieeffizienz-Maßnahmen für Zielgruppe Unternehmen adaptieren (LED, Solare Technik, Energiemanagement, etc)
  • Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis (Mobilität 2.2.4.11.)
Was der Landkreis Starnberg der Bundesregierung voraus hat

Deutschland hat am 22. April 2016 in der UNO-Vollversammlung seinen Beitritt zum Pariser Klima-Abkommen unterzeichnet. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sage dazu: "Der Geist von Paris lebt. Noch nie in der Geschichte der Vereinten Nationen hatte ein Abkommen so schnell so viele Unterzeichner. Das zeigt, dass die Welt verstanden hat, wie wichtig ambitionierter Klimaschutz ist. Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen so schnell wie möglich mit Leben zu füllen." Bereits Monate vorher hatte sie wichtige Akteure und Vertreter aus Bürgergesellschaft, Wirtschaft und Politik zu einem Dialogprozess geladen. Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung, der ganz ähnlich dem Starnberger Maßnahmenkatalog zum Klimapakt für die verschiedenen Handlungsfelder Maßnahmen vorschlägt. Darin ist z. B. der Vorschlag zu finden, den Klimaschutz in der Verfassung oder "Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe" zu verankern (KSP-Ü-04a). Eine "Bildungskampagne klimafreundlicher Konsum" wird ebenso gelistet wie die "Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030", alles Maßnahmen, die in ähnlicher Form schon im Starnberger Katalog zu finden sind. Hier gehts zum Maßnahmenkatalog Klimaschutzplan aus dem Dialogprozess. Bis Ende 2016 will die Bundesregierung den Klimaschutzplan verabschieden.

 

Der Klimapakt im Landkreis Starnberg – Anmerkungen im Juli 2016

Der Klimapakt ist ein geniales wie einzigartiges Tool, eine neue Dynamik für den in Zukunft überlebenswichtigen Schutz der Atmosphäre, der Umwelt und der Ressourcen zu schaffen.

  • Es war die gesamte Versammlung von rund 40 Personen bei der Klimawerkstatt im November 2015, die nach kleinen Änderungen am Entwurf den Klimapakt-Text einstimmig verabschiedet hat, dem sich dann auch am 14. März der Kreistag ohne Gegenstimmen angeschlossen hat.
  • Eine Selbstverpflichtung der Gemeinden kann geduldig auf dem Papier stehen bleiben, oder aber durch die Öffentlichkeit, die mit dem Klimapakt verbunden ist, wirksam zu Verhaltensänderungen führen, zumal dann wenn sie freiwillig eingegangen wird. Es bleibt zu hoffen, dass Bürgermeister und alle anderen politischen Verantwortlichen dem öffentlichen Bekenntnis auch private Taten folgen lassen. Es wird keine Kommune und kein Bürgermeister dazu gezwungen, dem Klimapakt beizutreten. Allein die Dramatik der globalen Bedrohung und die gefährdete Glaubwürdigkeit haben inzwischen 11 von den 14 Kommunen sowie den Kreistag überzeugt, sich der Initiative anzuschließen. Das sind 78 % der Kommunen.
  • Die mit dem Klimapakt verbundenen Maßnahmen schaffen keinerlei Bürokratie in der Überwachung. Einmal jährlich wird von der Stabstelle Klimaschutz am Landratsamt der Stand der Umsetzung in den Beitrittsgemeinden abgefragt.
  • Der Klimapakt wird dann zum Alibi, wenn man ihn nicht wirklich ernst nehmen will. Wenn wir Maßnahmen wie z. B. die Bewegungs- und Mobilitätserziehung  in Schulen ernsthaft und mit Einbindung wichtiger Akteure angehen, wirken diese nachhaltig und erzeugen positive Wirkungen in vielerlei Hinsicht. Wenn wir nur halbherzig Appelle lancieren, verpuffen diese ungehört und ohne Folgen.
  • Es ist beeindruckend, wie sich in einigen Gemeinden wieder Gremien und Arbeitskreise zusammengefunden haben, die über das Wirken der kommunalen Gremien hinaus Aktivitäten und Initativen entfalten, Vereine und Gruppierungen vernetzen und die Themen Umwelt- und Klimaschutz auf ein neues Gleis setzen z. B. in Andechs, Gauting, Krailling, Wörthsee. Interessant: auch Kirchen und Kunst- sowie Kulturschaffende sind neue Adressaten und Akteure, damit das Thema kreativ und gewinnend an die Bevölkerung gelangt.

Ansprechpartner

Herr Herbert Schwarz
Icon Telefon08151 148-442
Icon E-Mailumweltberatung@LRA-starnberg.de

Herr Schwarz

Stab 4.1 Energie und Klimaschutz
Energie- und Umweltberatung
Über Hintereingang des Tutzinger Hofes
Schlossbergstraße 1
82319 Starnberg
Telefon: 08151 148-442
Fax: 08151 148-11442
E-Mail: umweltberatung@LRA-starnberg.de
Raum: 3. Obergeschoss

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Frau Josefine Anderer-Hirt
Icon Telefon08151 148-352
Icon E-Mailklimaschutz@LRA-starnberg.de

Frau Anderer-Hirt

Stab 4.1 Energie und Klimaschutz
Klimaschutzmanagerin
Über Hintereingang des Tutzinger Hofes
Schlossbergstraße 1
82319 Starnberg
Telefon: 08151 148-352
Fax: 08151 148-11352
E-Mail: klimaschutz@LRA-starnberg.de
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E-Mail: klimaschutz@LRA-starnberg.de
De-Mail: info@lk-starnberg.de-mail.de
Internet: www.lk-starnberg.de
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Die allgemeinen Öffnungszeiten des Landratsamtes sind:

Montag, Dienstag und Donnerstag    7.30 - 18 Uhr
Mittwoch    7.30 - 14 Uhr
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